Raub

Raubüberfälle, z.B. Handtaschenraub auf offener Straße, der Zwang, das Portemonnaie, das Handy oder Kleidung herauszugeben, geschehen meist mit Gewaltandrohung und unter Einsatz von Waffen. Bei den meisten Raubdelikten wird auch massiv Gewalt angewendet. Ein Raubüberfall kann somit einen unerwarteten lebensbedrohlichen Angriff bedeuten.
Da bei einem Raubüberfall häufig Gewalt angewendet wird, kann dieser natürlich auch schwerwiegende körperliche Folgen wie Prellungen, Hämatome, Knochenbrüche nach sich ziehen. Durch die lebensbedrohliche Situation wird außerdem das eigene Sicherheitsgefühl massiv erschüttert. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Menschen direkt oder kurz nach einem erlebten Raubüberfall Gefühle von Angst, Entsetzen, Verzweiflung, Ärger oder Trauer erleben. Tage oder Wochen nach dem Raubüberfall können Albträume, Schlafstörungen, innere Unruhe, Gereiztheit, Teilnahmslosigkeit und Angst weiterbestehen. Oft wird auch das Geschehen in Form von inneren Bildern wiedererlebt, so als würde ein Film vor dem inneren Auge ablaufen. Es kann auch vorkommen, dass man den Ort des Geschehens meidet oder sich nur noch sicher fühlt, wenn man in Begleitung auf die Straße geht.

Unser Beratungsangebot: In unserer psychologischen Beratung können Sie über das Erlebte und die Folgen sprechen. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre eigenen Reaktionen zu verstehen, Ihr Sicherheitsempfinden wieder zu stärken und mögliche Beschwerden zu lindern.

Neben einer medizinischen Versorgung sind nach einem Raubüberfall auch die psychischen Folgen bedeutsam. Dabei kann es hilfreich sein:

  • sich mit vertrauten Personen über das Erlebte auszutauschen
  • sich zu vergegenwärtigen, dass die Bedrohung vorbei ist und Sie im „Hier und Jetzt“ sicher sind
  • gut für sich zu sorgen und Ruhepausen einzuplanen
  • Ablenkungsstrategien, Aktivitäten, Sport/Bewegung oder Atemübungen, um sich kurzfristig vom Geschehenen Abstand zu nehmen

Falls sich herausstellt, dass eine Psychotherapie sinnvoll sein kann, unterstützen wir Sie gern durch Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten.