Strafanzeige

Wenn Sie Opfer einer Straftat wurden, werden Sie möglicherweise darüber nachdenken, Anzeige zu erstatten. Oft ist der Weg zur Polizei nicht leicht, da dies auch bedeutet, das Erlebte nochmals zu erzählen und Sie möglicherweise befürchten, dass Ihnen nicht geglaubt wird. Gleichzeitig kann es für die Verarbeitung des Geschehenen hilfreich sein, eine Anzeige zu erstatten.

Falls Sie sich für eine Strafanzeige entscheiden, so gibt es drei Möglichkeiten, die Anzeige aufzugeben:

  • persönlich auf der Polizeiwache

  • schriftlich bei der zuständigen Staatsanwaltschaft oder

  • online (in Hamburg und anderen Bundesländern möglich)

Strafanzeige können sowohl Opfer als auch Zeug*innen stellen.

Wichtig: Eine einmal erstattete Strafanzeige lässt sich nicht mehr zurückziehen.

Der weitere Gang des Ermittlungsverfahrens liegt dann nicht mehr in der Hand der Person, die die Anzeige erstattet hat, sondern in der Verantwortung der Staatsanwaltschaft.

Wenn Sie eine Anzeige erstatten, treten Sie nicht als Kläger*in auf, sondern sind Zeug*in.

Es gibt einige Delikte, die sogenannten Antragsdelikte, denen nur auf Antrag der/des Verletzten von den Strafverfolgungsbehörden nachgegangen wird (z.B. Beleidigung, Sachbeschädigung, einfache oder fahrlässige Körperverletzung, Hausfriedensbruch). Das heißt, Sie müssen als Opfer eine schriftliche Erklärung abgeben, dass Sie die Strafverfolgung wünschen. Die Polizei hat dafür entsprechende Formulare. Dies muss innerhalb von drei Monaten nach der Tat geschehen.

Wenn allerdings bei den Antragsdelikten ein besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung seitens der Staatsanwaltschaft besteht, können diese auch ohne Antrag verfolgt werden.

In unserer psychologischen Beratung können Sie über das Für und Wider einer Anzeige bei der Polizei sprechen und den für Sie passenden Weg finden.

Beispiele für Informationsseiten zur Psychotherapie:

www.psych-info.de
Plattform zur Suche nach psychologischen Psychotherapeuten. Ort, Anliegen und weitere Spezifizierungen möglich, keine Angabe über freie Plätze

www.therapie.de
Informationen über Psychotherapie, Therapeutensuche

www.bptk.de
Bundespsychotherapeutenkammer: Informationen für Patienten zu psychischen Störungen, Psychotherapie, Therapeutensuche und Kostenerstattungsverfahren. Broschüre „Wege zur Psychotherapie“ auf deutsch, englisch und türkisch sowie Ratgeber zum Kostenerstattungsverfahren als Download.

Nähere Infos zu Traumatherapie finden Sie hier (Link)